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Artikelpost Shot XG PSXG

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Das Kernproblem: Messwerte, die keiner versteht

Jeder Trainer kennt das Phänomen: Ein Schuss, der laut Statistik ein XG von 0,3 haben sollte, landet doch im Pfosten. Und plötzlich wird das ganze Team zum Gespenst. Hier liegt der Knackpunkt – die Diskrepanz zwischen Shot XG und PSXG ist kein Zufall, sondern ein Symptom für fehlerhafte Dateninterpretation.

Shot XG – der klassische Erwartungswert

Shot XG (Expected Goals) ist die gängige Kennzahl, die den durchschnittlichen Trefferwert eines Schusses bewertet. Sie basiert auf Position, Winkel, Fuß- oder Kopfball und wird von den meisten Analyseplattformen verwendet. Kurz gesagt: Jeder Schuss bekommt eine Wahrscheinlichkeit, ein Tor zu sein. Und das ist das, worüber die meisten diskutieren.

PSXG – das unterschätzte Gegenstück

PSXG (Post-Shot Expected Goals) geht einen Schritt weiter. Er berücksichtigt den eigentlichen Ausgang des Schusses – also, ob der Ball tatsächlich im Netz landet, am Pfosten abprallt oder komplett verfehlt. Das bedeutet: PSXG ist das reale Ergebnis, nicht nur die theoretische Chance.

Warum die Diskrepanz entsteht

Erstens: Modellbias. Viele XG-Modelle wurden auf historischen Daten trainiert, die nicht die aktuelle Spielweise abbilden. Zweitens: Kontextfaktoren wie Wetter, Spielfeldbedingungen oder die mentale Verfassung des Spielers fließen selten ein. Drittens: Die Art der Schussausführung – ein Flachschuss aus 25 Metern kann ein XG von 0,15 haben, aber ein kniffliger Curl-Schuss aus derselben Distanz erreicht ein PSXG von 0,25, weil er die Torwartposition zwingt.

Praktisches Beispiel aus der Bundesliga

Im Spiel zwischen FC Musterstadt und Beispiel FC landete ein Schuss von 18 Metern, der laut Shot XG ein 0,22-Wert hatte. Der Ball prallte jedoch am rechten Pfosten ab. Das PSXG errechnete dafür 0,07 – ein klarer Hinweis, dass das Modell die Torwartreaktion unterschätzt hat. Mehr dazu finden Sie auf https://fussballstatistik-de.com/artikel/post-shot-xg-psxg/.

Wie du die Zahlen für dich nutzen kannst

Hier ist der Deal: Ignoriere das reine Shot XG, wenn du das nächste Mal die Leistung eines Stürmers bewerten willst. Setze stattdessen PSXG als primären KPI ein, weil er das Ergebnis tatsächlich reflektiert. Kombiniere beide Werte, um den Unterschied zwischen Erwartung und Realität zu messen – das ist dein Hebel, um Spieler zu coachen.

Der entscheidende Schritt

Implementiere ein Dashboard, das beide Kennzahlen gleichzeitig visualisiert. So erkennst du sofort, ob ein Spieler regelmäßig seine XG-Werte übertrifft (hohes PSXG) oder hinter ihnen zurückbleibt (niedriges PSXG). Und hier ist warum: Nur wer die Diskrepanz sieht, kann gezielt an Schusstechnik, Entscheidungsfindung und mentaler Stärke arbeiten. Jetzt sofort das Tool anpassen und die Daten in Echtzeit auswerten.

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